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Gleich nach unserer Ankunft in Rom, am Bahnhof
Termini, geht's zum Hotel Altavilla. Dieses ist
keine 500 Meter vom Bahnhof entfernt und leicht
zu finden. Alles lief wie am Schnürchen,
wir haben vom Flughafen bis zu unserem Hotel keine
halbe Stunde gebraucht. Im Hotel angekommen, wird
schnell das Gepäck auf unser Zimmer gebracht
und ab geht's in die Stadt. Unser eigentlich sehr
schönes Zimmer, haben wir eher selten zu
sehen bekommen, da wir uns den ganzen Tag, bis
in die späte Nacht hinein, in der Stadt aufgehalten
haben.
So, jetzt sind wir hier - das warten hat eine
Ende. Auf geht's zur abendlichen Erkundungstour.
Wir machen uns gemütlich auf den Weg zur
Piazza Navona, wo wir den Abend mit einem guten
Essen und einer Flasche Wein verbringen wollen.
Auf dem Weg dorthin schauen wir gleich mal am
Platz der Republik, am Kapitol und dem Forum Romanum
vorbei. Wir müssen nicht einmal einen Umweg
gehen, alle diese gigantischen Monumente liegen
direkt auf dem Weg dort hin.
Auf der Piazza Navona angekommen, stillen wir
erst einmal unseren Hunger an einem der zahlreichen
Restaurants um den Platz. Es gibt nichts schöneres,
als etwas Gutes zu speisen und dabei das Treiben
auf dem Platz zu beobachten. Es ist mittlerweile
dunkel geworden, der Platz ist traumhaft beleuchtet
und von Menschenmassen belagert. Die Maler und
Künstler der Stadt haben ihre Verkaufsstände
aufgebaut und auch alle anderen Arten der Kunst,
wie Stunden lang steif stehende Menschenfiguren
sind auch an ihrem Platz. Es ist das Italienische
Lebensgefühl pur was einem an diesem Ort
vermittelt wird.
Jetzt ist der Punkt gekommen, wo ich nicht mehr
widerstehen kann. Ein Bild muss her - ich möchte
mir eine bleibende Erinnerung an dieses Wochenende
mitnehmen. Nach einer Weile werde ich auch fündig.
Es ist ein Ölbild - von dem Platz, der mir
so gut gefällt. Ab jetzt werde ich jeden
Tag, an dem ich in meiner Wohnung durch den Flur
gehe, an dieses Wochenende, durch den in Öl
erstarrten Piazza Navona an der Wand, erinnert.
Ein klein wenig Italien für Zuhause!
Wir (ich) können es kaum erwarten, auch
noch ein zwei andere Sehenswürdigkeiten gleich
bei Nacht noch zu besuchen, so beschließen
wir, noch kurz beim Petersdom, der Engelsburg
und dem Panteon vorbei zu schauen. Es hat sich
gelohnt - bei Nacht sieht alles noch viel gigantischer
aus, als am Tag.
So, jetzt reicht es aber - für den halben
Tag haben wir genug gesehen. Wir gehen wie die
müden römischen Krieger Richtung Hotel
und verbringen dort eine ruhige und gute Nacht.
Wähhhh... guten Morgen! Gleich früh
am Tage sind wir schon wieder auf dem Weg: Sehenswürdigkeiten
in uns aufsaugen. Auf dem Weg zum Petersdom wird
erst einmal in einem kleinen Kaffee gefrühstückt.
Nach einem guten Stück Gebäck und einer
guten Tasse Kaffe stehen wir direkt auf dem Petersplatz.
Unglaublich, diese Dimensionen, da bleibt man
gerne eine Minute stehen und lässt erst einmal
alles auf sich wirken. Bevor wir uns den Dom von
innen ansehen, möchten wir erst einmal auf
die Kuppel und uns die Stadt von oben ansehen.
Gesagt getan, nach einer Weile anstehen am Lift
und 320 Treppen nach oben sind wir am höchsten
Punkt Roms angekommen. Ein wahnsinnige Aussicht
bietet sich einem hier über die Stadt, den
Vatikan und den Petersplatz. Die Zeit, um sich
die Stadt einmal von oben anzusehen, sollte man
sich auf jeden Fall nehmen.
Unten im Petersdom angekommen, wird man fast
erschlagen, so reich an Kunst und Größe
ist dieses Gebäude. Ich könnte dort
Stunde um Stunde verbringen. Wir steuern als erstes
direkt auf die PIETA von Michel Angelo zu. Für
mich, eine unvorstellbare Arbeit, die der Herr
hier abgeliefert hat. Nach einer ausgiebigen Runde
in der größten Kirche des Christentums,
sind wir platt. Wir haben uns eine Pause verdient.
Auf dem Weg in Richtung Pantheon machen wir Rast
in einer kleinen Pizzeria. Gemütlich im Schatten,
gönnen wir uns eine kühle Cola, eine
knusprige Pizza und ein wohlschmeckendes Eis.
So, weiter geht's - über den Piazza Navona
- direkt zum Pantheon. Dort angekommen, sind wir
ein klein wenig enttäuscht. Im inneren des
Gebäudes, steht ein riesiges Gerüst.
Die gesamte Deckenkonstruktion wird restauriert.
Ja, ich weiß, dass muss auch sein... aber
doch bitte nicht ausgerechnet dann, wenn ich es
besichtigen möchte :-)
Vom Pantheon aus gehen wir weiter in Richtung
Fontana di Trevi. Der Platz am Brunnen ist restlos
von fotohungrigen Touristen belagert. Er ist aber
auch schon verdammt schön, dieser vom Geld
beschmissene Brunnen. Bevor wir weiter zur Spanischen
Treppe gehen, gönnen wir uns noch ein paar
Minuten am Brunnen.
Die Spanische Treppe... das ist Italien pur.
Wir verwöhnen uns auf der Treppe mit einem
kühlen Becks und einer Tüte Chips -
dabei werden die an uns vorbei ziehenden Menschen
beobachtet - gibt es was schöneres, frage
ich mich?
Am Abend sitzen wir in einem kleinen Restaurant
in einer Gasse zwischen Fontana di Trevi und dem
Pantheon. Es wird wieder einmal köstlich
italienisch gespeist.
So, jetzt haben wir noch ein letztes mal die
Chance, Nachtaufnahmen von dieser Stadt zu knipsen.
Als Fotoobjekt soll uns heute die Imperiale Gedenkstätte
Modell stehen. Dort angekommen legen wir uns gleich
mal auf die Wiese in der Mitte der Piazza Venezia.
Schuhe runter, Strümpfe weg und einfach nur
da liegen - puh ist das angenehm. Warm ist es
allemal noch - wir lassen den Abend ausklingen
und machen noch einige Nachtaufnahmen zum Abschluss
des Tages.
Tja, so ist es mit einer kurzen City-Tour. Unser
Abreisetag hat bereits das Licht des Tages erblickt.
Wir schauen früh am Morgen noch einmal am
Forum Romanum vorbei und statten dem Coloseum
einen Besuch ab. Trommelmusik klingt durch die
Gassen Roms - eine columbianische Gruppe scheint
einen Anlass zum Feiern zu haben! Hier ist einfach
jeden Tag etwas geboten.
Am Nachmittag machen wir uns bereits wieder auf
den Weg zum Flughafen. Was wir zu diesem Zeitpunkt
noch nicht Wissen ist, dass unser Flugzeug wegen
Streiks in Spanien fest sitzt und wir erst spät
in der Nacht wieder Zuhause ankommen werden. Stundenlanges
warten am Flughafen steht uns bevor - aber das
gehört einfach zu einer Reise dazu. Man sitzt
am Boden des Flughafens, breitet seinen Sachen
aus und prüft einstweilen sein Fotomaterial
auf dem Display der Kamera.
Zuhause braucht man erst einmal ein paar Tage,
um diese gewaltige Stadt zu verarbeiten. Italien
und - vor allem Rom - wird mir bis zum nächsten
Besuch fehlen, aber zum Glück habe ich ja
mein Bild, dass mich jeden Tag an dieses unvergessliche
Wochenende erinnert.
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