Frankreich
- Italien - Schweiz 2004 Tour du Mont Blanc
Thema
Nr. 1 auf der TMB ist garantiert das Wetter.
Wer will schon durch eine grandiose Gebirgslandschaft
wandern, die von Wolken verhangen ist. Außerdem
können Leben und Gesundheit von der richtigen
Wettereinschätzung abhängen.
Bei gefährlichen Abschnitten, wie beispielsweise
dem Passübergang Col des Fours oder dem
Fenetre d' Arpette, sollte schlechtes Wetter
in der Berghütte abgewartet werden, oder
man wählt eine weniger riskante Alternative.
Ich
gebe Euch hier einige Berg-Wetterregeln
mit auf den Weg:
Wolkenauflösung am Abend deutet auf
gutes Wetter hin.
Deht sich der obere Teil einer Quellwolkenmasse
amboßartig aus, drohen Gewitter.
Mittelhohe Schichtwolken (Altostratus)
kündigen Niederschläge an.
Schlechtwetter kommt, wenn sich der
Himmel bei Föhnlage rasch verschleiert.
Steigen die Nebel am Morgen auf,
bildet sich oft eine Wolkendecke und es
kann regnen.
Ein klares Abendrot und eine Abkühlung
der Luft, weist fast immer auf schönes
Wetter hin.
Morgenrot ist ein Hinweis auf Niederschläge.
Ein klarer kalter Morgen deutet auf
beständige Witterung hin. Reif und
Tau ebenfalls.
Durch den Einfluss der Westwinde wird das
Mont Blanc-Gebiet im Nordteil der französischen
Alpen eher vom atlantischem Klima bestimmt.
Die Niederschläge, die von ozeanischen
Winden aus dem Westen herangeführt
werden, sind auf der französischen
Seite höher als im italienischen Aostatal,
das von der gewaltigen Gebirgsmauer abgeschirmt
wird.
Jährliche
Niederschlagsmänge:
Les Contamines: 1.459 mm
Chamonix: 1.040 mm
Courmayeur: 975 mm
Der meiste Niederschlag fällt im gewitterreichen
Sommer!
Das Wetter in Gebirgsregionen ist von vielen
Faktoren abhängig. Höhenunterschied,
Sonneneinstrahlung, Hangausrichtung, etc.
schaffen räumlich stark abgegrenzte
Klimazonen. Scheint die Sonne im weiten
Tal von Sallanches, ist es um Chamonix vielleicht
bewölkt, weil die Wolken an den hohen
Nadelspitzen hängen bleiben.
Ich wünsche Euch auf jeden Fall schönes
Wetter rund um den Mont Blanc!