 |
|
|
Zu
Fuß über die Alpen 2003 Von Oberstdorf
nach Meran |
| |
4.00
Uhr
der Wecker klingelt, das Warten hat ein Ende. Endlich
ist es soweit, meine lang ersehnte Tour über
die Alpen kann beginnen. Nach einem kurzen Frühstück
und einer herzlichen Verabschiedung von meiner Liebsten,
geht's zum Peter, meinem Reisebegleiter (Vater meiner
Freundin). Pünktlich um 4.30 Uhr starten wir
Richtung Oberstdorf, dem Treffpunkt und Ausgangspunkt
der Alpenüberquerung, durch.
4 Stunden und 31
Minuten meint der Routenplaner haben wir bis Oberstdorf
noch vor uns. Nach einer ruhigen Fahrt im Regen,
kann ich die angegebene Zeit bis dorthin sogar noch
unterbieten. Je weiter wir uns Richtung Süden
vorkämpfen, um so dunkler wird der Himmel.
Es regnet wie aus Eimern. Wir wollen es einfach
nicht wahr haben, Wochen lang wartet man auf diesen
Tag und ausgerechnet jetzt fängt es seit Tagen
wieder an zu regnen.
8.30 Uhr,
wir fahren am Ortsschild Oberstdorf vorbei und sind
auf der Suche nach unserem Treffpunkt, der Alpinschule
Oase am Bahnhof direkt am Gleis 1. Den Bahnhof kann
man nicht weiter verfehlen, nach zweimaligem Fragen
stehen wir auch schon am Treffpunkt an der Alpinschule.
Jetzt müssen wir nur noch mein Auto für
eine Woche sicher abstellen. Ich empfehle den Parkplatz
2 direkt in Oberstdorf. Hier schon einmal ein Tipp
vorne weg, der Parkautomat nimmt nur Münzen
an. Wer nicht, wie ich noch zur Tankstelle zum Wechseln
laufen will, der sollte gleich für ca. 20 Euro
Kleingeld dabei haben. Beim Einwerfen der Münzen
bitte nicht wundern, die maximale Parkzeit beträgt
5 Tage. Dies ist bei einer anstehenden Tour, die
7 Tage dauert, nicht gerade von Vorteil. Aber egal,
mehr geht eben nicht.
9.00 Uhr,
es regnet gemütlich vor sich hin. Eigentlich
wollten wir vor Tourbeginn noch einen gemütlichen
Kaffee trinken, statt dessen sitzen wir wie die
begossenen Pudel im Auto, und hören dem Regen
beim Plätschern auf dem Autodach zu. Das darf
es einfach nicht geben, sollen wir vielleicht gleich
jetzt unsere Regensachen anziehen...? Wir beschließen,
noch ein wenig zu warten, vielleicht hört der
Regen ja auf.
9.50 Uhr,
der Regen macht eine kurze Pause (zu diesem Zeitpunkt
wissen wir allerdings noch nicht, dass das nasse
Wetter mehr als 7 Tage lang pausieren wird), wir
nützen die Chance, satteln unsere Rucksäcke
auf, und laufen zum 5 Minuten entfernten Gleis 1
am Bahnhof. Dort treffen wir auch gleich auf unseren
Bergführer Erwin, der uns herzlich begrüßt.
Wir haben unsere Anreise gut hinter uns gebracht
und sind gespannt, was die nächsten 7 Tage
mit Erwin und den vor uns liegenden Bergen auf uns
zukommt. |
| |
 |
| |
|
 |
|