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Griechenland
2005 Insel Santorin - Leben auf dem Vulkan! |
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Alle drei
sitzen wir am späten Vormittag, kurz nach unserer
Anreise, bei strahlenden 27° C auf der Terrasse
des Hotels. Wir sollen uns hier noch einen kleinen
Moment gedulden, wird uns erzählt - unsere
Suite ist noch nicht fertig. Macht nichts, wir trinken
erst einmal einen Kaffee auf Kosten den Hauses.
Ein paar kulinarische Köstlichkeiten sind auch
noch für uns da.
Gut gespeist geht's dann zu unserer Unterkunft.
Auf dem Weg dort hin erklärt uns eine nette
Dame, dass wir unser eigentlich gebuchtes Zimmer
nicht bekommen. Schön denke ich mir und jetzt.
Die nette Dame erzählt weiter, dass wir eine
Suite in einer Kategorie höher für den
gleichen Preis bekommen. Diese wird zweistöckig
sein, zwei Balkone haben und einen eigenen Whirpool
besitzen. Super sag ich mir noch, in diesem Moment
sind wir auch schon da. Die Tür geht auf, und
wir stehen in einer ganz tollen Suite. Hier also
werden wir die kommende Woche verbringen.
Unsere Unterkunft gefällt uns richtig gut.
Das Bad und vor allem die Küche sind für
unseren Lukas wichtig, so können wir auch schnell
einmal selbst etwas warm machen. Bevor wir aber
anfangen Griechenland unsicher zu machen, gönnen
wir uns erst einmal eine Mütze Schlaf. Wem
wunderts, schließlich sind wir seit mehr als
12 Stunden auf den Beinen.
Am Abend gehen wir erst einmal zum Strand. Ahhh,
tief Luft holen ist angesagt. Es ist egal, wie oft
man schon am Meer war - der erste Anblick ist immer
wieder überwältigend. Ohne Worte sitzen
wir ein paar Minuten im Sand und genießen
die Aussicht. Lukas spielt mit den herumliegenden
Steinen und versteht nicht, warum hier so viel mehr
Sand liegt wie Zuhause in seinem Holzkasten. Wenn
man ganz leise ist und genau hin hört - hört
man ein leises knurren. Unser Magen meldet sich
zu Wort. Hunger macht sich breit, wir beschließen
den Strand zu verlassen und begeben uns auf Nahrungssuche.
Nicht weit von unserem Hotel entfernt werden wir
auch fündig. Wir setzen uns in eine von vielen
Tavernen, die hier entlang der Straßen in
Reih und Glied stehen. Eine Woche lang, haben wir
Abend für Abend in diesen gegessen, eine nach
der anderen ausprobiert und nicht einmal sind wir
enttäuscht worden. Kulinarisch hat mich diese
Woche sehr überrascht - ich dachte nicht, dass
die griechische Küche so gut ist - Respekt!
Gut ausgeschlafen und köstlich satt gefrühstückt
machen wir uns am nächsten Morgen auf dem Weg
zum Strand. Lukas und ich verbringen den gesamten
Vormittag damit, irgend welche großen Löcher
zu buddeln, mit eigens aus dem Meer angeschleppten
Wasser zu verdichten, um sie anschleißend
wieder mit Sand zu befüllen. Unglaublich, aber
damit kann man eine ganze Woche verbringen. Jedes
Loch ist auch für mich eine neue Herausforderung.
Nach sieben Tagen am Strand konnte man durch sichtbare
Sandverschiebungen genau feststellen, wo wir uns
niedergelassen hatten. Ich glaube die Löcher
sind sogar aus dem All zu sehen.
Nach unserem ersten erholsamen Tag auf Santorin,
beschließen wir die Insel näher zu erkunden.
Wir haben uns vorgenommen die Hauptstadt Fira zu
besuchen. Schon früh am Morgen gehen wir zur
nahegelegenen Bushaltestelle. Man hat uns vorgewarnt,
im Oktober sollen die Busse nicht mehr so ganz pünktlich
fahren. Genau aus dem Grund findet man weit und
breit schon keine Schilder mehr mit einem Fahrplan
- für was auch wenn sich keiner dran hält.
Unsere Erfahrung ist auf jeden Fall eine andere,
die Busse fahren wie ich finde während der
ganzen Woche recht pünktlich. In Fira angekommen
sehen wir zum ersten mal den Krater. Wir sind beeindruckt,
ich habe vorab schon viel über die Insel gelesen
und mir Bildmaterial angesehen, aber das alles hier
live zu sehen ist der Wahnsinn. Wenn man sich Mal
überlegt, das ein mächtiger Ausbruch hier
den halben Berg weggesprengt hat, dann kann man
sich das kaum vorstellen.
Fira selbst ist quirlig, in dem Gewirr von kleinen
Gassen kann man sich verlaufen. Hier eine Querstrasse,
da ein Treppe - wo komme ich her, wo gehe ich hin.
In der Hauptstadt reiht sich ein Souveniergeschäft
ans andere. Im Prinzip haben alle das gleiche, nur
ein paar Geschäfte bieten exklusive und hochwertige
Ware an. Nach einem Spaziergang durch die Straßen
lassen wir uns zur Mittagszeit in einem Restaurant
nieder. Wir machen eine Pause und gönnen uns
einen Kaffee, welcher von einem wunderschönen
Blick über die Insel begleitet wird.
Nachmittags ist dann shoppen angesagt, wir schlendern
von einem Geschäft ins Nächste. Wir möchten
uns natürlich auch von dieser Reise ein paar
schöne Erinnerungsstücke mitnehmen. Im
Wohnzimmer ist auf jeden Fall noch ein klein wenig
Wand frei. Zurück im Hotel, ruhen wir uns erst
einmal aus. Lukas nimmt sich eine Tüte Schlaf
und wir relaxen auf dem Balkon. Auch diesen Tag
schließen wir mit einem köstlichen Tavernen-Besuch
ab. Gut gespeist fallen wir dann alle ins Bett...
gute Nacht!
Am nächsten Morgen möchten wir das viele
Wasser um Santorin herum erneut besuchen. Wir liegen
am Strand, graben ein paar Löcher, sammeln
Steine und bauen eine Sandburg. Zur Mittagszeit
gehen wir ne schöne Pizza essen, trinken ne
kühle Cola und lassen den lieben Gott einen
guten Mann sein. Santorin gefällt mir immer
besser.
Zuhause habe ich viel über die Insel gelesen,
insbesondere über die Ortschaft Oia. Dort soll
es Fotomotive geben, die man auf allen Kalendern
der Welt findet. Bereits im Flugzeug habe ich mitbekommen,
das Fotografen an Bord sind, die nach Oia möchten.
Nach vier Tagen auf der Insel hält es auch
mich nicht mehr. Ich muss da hin!
Oia befindet sich genau auf der anderen Seite der
Insel, um dort mit dem Bus hin zu kommen, steigen
wir in Fira am Busbahnhof einmal um. Gefahren sind
wir von Kamari nach Oia ca. 30 Min., gebraucht haben
wir für die Strecke ca. zwei Stunden. Die restliche
Zeit haben wir in Fira auf den nächsten Bus
warten müssen. Angenehm war das sicher nicht,
aber was will man machen. Hier waren wir eben der
griechischen Gemütlichkeit ausgesetzt.
In Oia angekommen, strahlt uns der helle Planet
ganz schön auf die Birne. Ich schätze
wir haben gute 30° C. Mit unserem Lukas-Buggy
fahren wir durch die herrlich kleinen Gassen. Autos
können hier nicht fahren, man kommt höchstens
mit eine Esel von Haus zu Haus. Links und rechts
von uns stehen viele kleine Häuser. Oia ist
ein Schmuckstück. Die Ortschaft ist mit so
viel Liebe zum Detail gebaut. Seht euch einfach
die Fotos in der Galerie an - die sprechen für
sich. Solltet ihr einmal auf Santorin sein, dann
müsst ihr hier auf jeden Fall vorbei sehen.
Oia ist so viel schöner als Fira. Wir kaufen
uns noch einen guten Kaffee, essen gemütlich
was und kaufen noch die ein oder andere Kleinigkeit,
bis wir wieder Richtung Kamari aufbrechen. Unsere
Rückfahrt verläuft reibungslos. Wir springen
in Fira von einen Bus in den anderen und sind so
ruck zuck wieder im Hotel.'
Nach einem weiteren Tag am Strand, müssen wir
auch schon wieder die Koffer packen. Ich bin eine
gute Stunde damit beschäftigt all unsere Mitbringsel
sicher in einem Koffer zu verstauen. Denn so ein
Aquarell, ein Ölbild und eine Monstermuschel
müssen schon gut verpackt werden - ich möchte
mich ja schließlich Zuhause auch noch über
meine Errungenschaften freuen.
In Windeseile geht's mit dem Flieger wieder zurück.
Früh um 10.00 Uhr sitzen wir noch in einem
Kaffee und trinken unseren letzten griechischen
Kaffee. Um 16.00 Uhr sind wir bereits wieder Zuhause.
Unglaublich wie schnell das geht.
Das war Santorin 2005, für mich eine der schönsten
Reisen die wir je gemacht haben - und an dieser
Tatsache ist Lukas maßgeblich beteiligt. Super
Lukas - diese Woche hast Du toll gemeistert!
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